Und weiter geht die Reise durch Andalusien. Nachdem ich euch zuletzt Tipps für euren Aufenthalt in Málaga gegeben habe, folgt nun Sevilla.
Ich war bisher zweimal für zwei bis drei Tage in Sevilla und finde die Stadt wahnsinnig schön, es gibt so viel zu entdecken und sehen, das gastronomische Angebot ist grandios und die Sonne scheint nahezu immer.
Anreise
Wenn ihr euren Aufenthalt in Sevilla mit einer Andalusien-Rundreise verbindet, kommt ihr ganz einfach mit dem Bus von ALSA oder eurem Mietwagen nach Sevilla. Beispielsweise von Málaga aus sind es rund zweieinhalb Autostunden bis Sevilla und mit der Bus bringt euch ca. vier Mal täglich innerhalb von 2:45 Stunden von Málaga nach Sevilla.
Falls ihr von Cádiz oder Madrid nach Sevilla reisen möchtet, könnt ihr mit dem Zug fahren, der Schnellzug von Renfe bringt euch innerhalb von 2:40 Stunden von Madrid nach Sevilla und innerhalb von anderthalb Stunden von Cádiz nach Sevilla.
Sevilla hat zudem einen eigenen Flughafen, von Deutschland aus wird dieser von der Lufthansa ab Frankfurt und München bzw. von Ryanair ab Köln angeflogen.
Unterkunft in Sevilla
Ich habe bei meinem ersten Sevilla-Aufenthalt im For You Hostel übernachtet. Dies hat mir sehr gut gefallen, sowohl durch die zentrale Lage, als auch dank des Designs und der Sauberkeit. Daher kann ich es nur wärmstens empfehlen, falls ihr ebenfalls mit einem kleineren Budget reist.
Gastronomie
Sevilla beheimatet einer meiner zwei Lieblings-Tapas Bars, zu der ich während meiner zwei Aufenthalte bisher jeden Abend gegangen bin. Ovejas Negras heißt sie und befindet sich nur einen Katzensprung entfernt von der Kathedrale. Achtung, die Bar ist jeden Abend brechend voll, deswegen überlegt euch genau, wann ihr essen gehen möchtet oder stellt euch darauf ein, anzustehen. Ich stehe gerne direkt um 20 Uhr, wenn sie abends öffnen, vor der Tür, um mir meinen Platz zu sichern. Bei Ovejas Negras erwarten euch teils traditionelle, teils unkonventionelle Tapas, allesamt jedoch unfassbar lecker.
Nach dem Essen, auf dem Weg zurück zur Unterkunft habe ich gerne einen Stop bei La Antigua Bodeguita eingelegt, für ein oder zwei Drinks. Die Bodeguita befindet sich an einer kleinen Plaza und repräsentiert für mich alles, was ich an warmen, fröhlichen, spanischen Abenden so liebe. Tapas gibt es hier übrigens auch.
Für ein super leckeres Frühstück kann ich euch das Paradas7 Brunch empfehlen. Es befindet sich nur 5 Minuten zu Fuß vom For You Hostel entfernt und überezugt mit leckeren Bagels. Aber auch Müslibowls und Co. lassen keine Frühstückswunsch unerfüllt.
Etwas, was ihr euch zudem nicht entegehen lassen solltet, ist es eine Rooftop Bar zu besuchen um von dort den Sonnenuntergang zu sehen. Wir sind hierfür in der Bar La Terraza vom Hotel Inglaterra eingekehrt.
Aktivitäten & Sehenswertes in Sevilla
Das Aushängeschild von Sevilla ist auf jeden Fall die Kathedrale, welche die größte gotische Kirche Spaniens und eine der größten Kirchen der Welt ist. Ich bin kein Mensch, der auf seinen Reisen alle möglichen Kirchen von innen besichtigt, aber wenn ihr jemals eine besichtigt, dann sollte es diese sein. Die berühmte Giralda ist der Glockenturm der Kathedrale. Wenn ihr euch entschließt, diesen ebenfalls zu besichtigen, erhaltet ihr einen unglaublichen Panoramablick über die Stadt.
Auf keinen Fall verpassen solltet ihr auf eurer Reise zudem den Alcázar von Sevilla, ein mittelalterlicher Königspalast, welcher bis heute von der spanischen Königsfamilie bei Aufenthalten in Sevilla als Residenz genutzt wird. Ich kann mich nicht sattsehen an der wunderschönen maurischen Bauweise. Ihr könnt per QR-Code kostenlos einen Audioguide abrufen. Dieser führt euch durch die Innenräumen und durch die große Gartenanlage.
Nach eurem Besuch der Alcázar solltet ihr der Plaza de España einen Besuch abstatten. Hierfür spaziert ihr 15 Minuten um die Universität von Sevilla herum. Mit seinem über 500 m langen Kanal und den kleinen Booten erinnert die Plaza ein wenig an ein spanisches Venedig. Die Plaza wurde 1929 für die iberoamerikanische Ausstellung konzipiert. Rundum den Kanal in Halbkreisform werden an den Wänden die einzelnen Provinzen von Spanien mit Kacheln repräsentiert.
Das Stadtviertel, in welchem sich der Alcázar befindet heißt Santa Cruz. Charakteristisch für dieses Viertel sind die engen Gassen und von Orangenbäumen gesäumte Plätze. Lasst euch gerne durch die Gassen treiben und bummelt durch die Geschäft für Souvenire, Kunsthandwerk und Keramikwaren.
Bei dem Ansehen von Fotos von Sevilla trifft man auch immer wieder auf Fotos des futuristischen Bauwerks Metropol Parasol. Ich habe mir dies bisher nur von unten angesehen, es lässt sich jedoch auch besichtigen. Von oben soll man ebenfalls ein grandiosen Blick über die Stadt haben. Vor allem zu Sonnenuntergang ist das Bauwerk ein beliebtes Ziel von Tourist*innen. Ab 21 Uhr kostet der Eintritt jedoch das doppelte, versucht daher am besten mindestens eine halbe Stunde vorher reinzukommen.
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